Die TT-Geschichte

In der ersten Monatsversammlung am 3. November 1945 wurden die Tischtennisabende festgelegt. Männer und Frauen trainierten getrennt, um "nicht ernsthaft interessierte" Spieler fernzuhalten. Im Januar 1946 machte sich dann der Mangel an Bällen schwer bemerkbar, da auch im Privatbesitz einzelner Sportler keine mehr aufzutreiben waren. Für kurze Zeit musste das Tischtennisspielen eingestellt werden.

Im April 1946 gelang es, 24 neue Bälle zu erwerben; der Leiter der Tischtennisabteilung, Erich Schlapkohl, gab bekannt, dass der Betrieb in altgewohntem Rahmen fortgesetzt werden könnte.

Ab 1949 stand der Saal der Gaststätte „Zur Deutschen Eiche“ zur Verfügung. Es beteiligten sich ca. 25 Spieler am Sportbetrieb. Ein Tischtennisturnier am 13.05.1951 wurde mit einem zünftigen „Pfingstball“ beendet.

Trotz allem trat nun eine Flaute ein. Der 1. Vorsitzende Ferdinand Geest, nach dem unsere heutige Spielstätte benannt ist, kam einer Anfrage des SC Concordia Oppendorf nach, unsere Tische käuflich zu erwerben. Infolgedessen wurden die Tische teilweise abgegeben. Am 05.09.1960 gab der SC Concordia Oppendorf die erhaltenen TT-Tische zurück.

Die neu erbaute Turnhalle wurde erstmals am 04.09.1967 in Betrieb genommen. Günther Oelkers übernahm die Tischtennisabteilung. Nach der Teilnahme an einer Kreismeisterschaft war die Tischtennissparte 1968 eine der stärksten Abteilungen des Vereins. Man führte wieder Punktspiele durch. Durch die Enge des Gymnastikraumes wurde ab sofort die Halle in den Sommermonaten zum Training beansprucht.

Das Damenteam schaffte den Aufstieg in die Bezirksklasse. Der Mannschaft gehörten Frau Bornholdt, Frau Augustin, Frau Thürnau, Frl. Oelkers und Frl. Prien an.

Die Jugendkreismeisterschaften des Kreises Plön fanden bei uns in Schönkirchen statt.

Am 02.02.1972 gab es einen Spartenleiterwechsel. Rolf Howe übernahm die Führung der Tischtennisabteilung. Entsprechend unserer Möglichkeiten steigerte sich nun auch die Spielstärke. Festgestellt werden darf aber auch, dass in der Tischtennissparte schon seit jeher ein starker Zusammenhalt herrschte, der diese zu einer echten Gemeinschaft werden ließ. Dieser Zusammenhalt machte auch vor internationalen Herausforderungen keinen Halt.

In den 1980-er Jahren entdeckten wir eine Stadt in Dänemark, in der man am ersten Wochenende im Mai hochklassiges internationales Tischtennis spielen und schauen konnte. Die Tradition des Turniers beim Esbjerg Bord-Tennis Klub war geboren. Teilweise gingen über 2.000 Teilnehmer an den Start. Vom Hobbyspieler über Nationalspieler bis zum Weltmeister war in den Jahren alles vertreten. 20 Jahre durften wir in der benachbarten Schule oder im Zelt oder im Camper, mit Schlägern, Schuhen, Schlafsack und Gitarre bewaffnet, übernachten, bis dann im Jahre 2004 zum letzten Mal der Aufruf: „TSG Schönkirchen – Platte 3 – SOFORT – sonst wird gestrichen“ mit dänischem Akzent ertönte.

In der Zwischenzeit haben wir etliche sportliche Erfolge gefeiert, wobei der vielleicht größte der 4. Platz bei den Norddeutschen Schülerinnenmannschaftsmeisterschaften im Jahr 1992 in Bremen gewesen ist. „Vater“ dieses Erfolges war Andre Roszewski, der seine gesamte Freizeit den Schülern und Jugendlichen der Tischtennissparte der TSG widmete. Nach seinem Einstieg in die Berufswelt übernahm Maren Kohlmorgen diesen Job, den sie bis zum Herbst 2012 inne hatte.

In der Saison 2001/2002 stieg die Damenmannschaft, in fast noch der gleichen Aufstellung wie 1992, in die Landesliga Nord auf. Ein Jahr später folgten die Herren.

Die Damen waren aber noch nicht an ihrem sportlichen Höhepunkt angelangt, denn in der Saison 2005/2006 durfte für ein Jahr Verbandsliga-Luft geschnuppert werden und von Mölln bis Flensburg wurde ganz Schleswig-Holstein bereist.

Nachdem der Abteilungsleiter Sönke Waldner acht Jahre lang hervorragende Arbeit geleistet hatte, gab er sein Amt zur Saison 2005/2006 an Olaf Hinzmann und Stella Haack ab, die dieses fortan als gemischtes Doppel ausübten. Seit 2012 führt Olaf "Olli" Hinzmann die Abteilung allein. Unterstützt wird er dabei von einem Jugendausschuss, dem neben Christof Stenzel auch Julien Schirrmacher angehört. Daniel Riedel kümmert sich als Materialwart um das Spielgerät.

Aktuell (Saison 2016/2017) verfügen wir über eine große Abteilung, sprich eine Damen- und eine Herrenmannschaft, die in der Landesliga Nord starten, eine Herrenmannschaft, die die 2. Bezirksliga unsicher macht und 2 Herrenmannschaften, die die Farben der TSG in der 1. und in der 4. Kreisklasse vertreten.

Außerdem hat die Jugendarbeit einen hohen Stellenwert. Im Jahre 2012 sind wir mit einem neuen Konzept zur Förderung des Tischtennis-Sports in der TSG C. Schönkirchen gestartet. Ziel war und ist es, möglichst viele Kinder an den Tischtennis-Sport heranzuführen. Dies ist bereits nach kurzer Zeit gelungen, sodass sich heute bis zu 20 Kinder in unserer Halle tummeln.

Zahlreiche individuelle Erfolge (Kreis- u. Bezirksmeisterschaften, Ranglistensiege, Vize-Landesmeisterschaften) wurden seit dem durch unsere Jugendlichen eingefahren.

Anlässlich des Neujahrsempfangs 2014 wurden Denise Miebach und Nike Stenzel durch den Bürgermeister der Gemeinde Schönkirchen geehrt. Die TSG Conc. Schönkirchen zeichnete die beiden auf der Jahresversammlung als Sportlerinnen des Jahres aus. Im Jahre 2015 wurde diese Ehre Nike Stenzel erneut zuteil.

Eine weitere Steigerung in der Jugendarbeit konnte durch die Gründung des Fördervereins Tischtennis in Schönkirchen v. 2013 e.V. erreicht werden.

Das Highlight der Saison 2015/2016 war sicherlich die Lieferung unserer 10 neuen Tische während der Osterferien, die die teilweise über 35 Jahre alten ersetzen.

Grundsätzlich ist festzuhalten: Selbst die Vergrößerung des Balles von Ø 38 mm auf Ø 40 mm im Jahr 2000 sowie die Regeländerung in der Saison 2001/2002, nach der ein Tischtennissatz bei 11 statt bei 21 endet und drei anstatt zwei Gewinnsätze gespielt werden, konnte dem Tischtennissport nicht schaden, sondern im Gegenteil, es hat die Attraktivität gesteigert. Auch der Einführung des zelluloidfreien Plastikballes sehen wir mit großer Gelassenheit entgegen.

Unterschiedliche berufliche und familiäre Entwicklungen lassen sich mit den Trainingszeiten und Spielplänen koordinieren, weil das Ganze eben mehr als eine reine Zweckgemeinschaft zur sportlichen Erfolgsmaximierung ist.

Viele Spieler der ersten Stunde sind auch noch heute aktiv und nehmen am Punktspielbetrieb teil. Exemplarisch seien hier unsere ehemaligen Abteilungsleiter Rolf Howe und Günter "Kalle" Geest genannt.

Dies kann nur ein kleiner Einblick über den Werdegang der Tischtennisabteilung sein. Nur einige Namen, die sich für diesen Sport eingesetzt haben, wurden genannt. Vergessen wir also nicht die vielen weiteren Helfer und Betreuer. Allen denen und natürlich auch sämtlichen Spielerinnen und Spielern gilt unser ganz besonderer Dank!

Letzte Aktualisierung: 27.06.2016